Baclyser® WA

Inline Hohlfaser-Membranfilter für die Wasserhygiene bei der maschinellen Aufbereitung von Medizinprodukten

  • Effektiver Schutz vor wassergebundenen Keimen aus dem Leitungssystem
  • Sichere Wasserhygiene durch Sterilfiltration
  • Hohe Durchflussleistung
  • Standzeit von bis zu 1 Monat
  • CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt
  • Leichter Filterwechsel durch Schnellverschluss-Adaption

Der Baclyser® WA ist ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt und wurde speziell für die Sterilfiltration des Wassers im Zuleitungsschlauch von Maschinen zur Aufbereitung von Medizinprodukten entwickelt. Er ist mit einer 0,2 μm Hohlfasermembran zur Mikrofiltration ausgestattet, die einen Rückhalt von 7 Log-Stufen von Brevundimonas diminuta aufweist. Dies entspricht der FDA-Definition von sterilfiltriertem Wasser. Somit werden alle Wasserkeime wie z.B. Pseudomonaden und Legionellen aus dem Leitungssystem zurückgehalten. Die chemische Zusammensetzung des Wassers ändert sich durch die Filtration nicht. Der Baclyser® WA liefert keimfreies Wasser in hoher Durchflussrate von initial 22 l/min. Die Schnellverschlussadaption der Filteranschlüsse und der Auslaufstopp im Filtereinlauf. Nach Ablauf der Standzeit kann der Filter fachgerecht entsorgt werden.

Abmessungen: L 150 mm x ø 61 mm
Rückhaltevermögen: 7 Log-Stufen Brev. dim.
Porengröße: 0,2 μm (Mikrofiltration)
Standzeit*: bis zu 1 Monat
Chlorbeständigkeit**: ≤ 10 ppm
Durchflussleistung: 22 l/min (initial, bei 5 bar, 20°C)
Maximaler Betriebsdruck: 5 bar
Betriebstemperatur***: ≤ 40°C
Adaption: Schnellverschluss

* Die Standzeit ist abhängig von der anwenderspezifischen Wasserqualität, den Druckverhältnissen, der Benutzungsfrequenz und der benötigten Durchflussleistung.
** Kontinuierliche Zudosierung von ≤ 10 ppm über die Standzeit: kurzfristig (1h) hohe Dosierung (400.000 ppm) für chemische Desinfektion.
*** Anwendung mit höheren Temperaturen nur nach Rücksprachen mit Aqua free.

Adaptionszubehör ist auf Anfrage erhältlich.

Bei der maschinellen Aufbereitung von Medizinprodukten und medizinischen Textilien besteht die Gefahr, dass das verwendete Leitungswasser zur Entfernung von Desinfektionsmittelrückständen mit Keimen belastet ist. Dies ist um so problematischer, wenn sich nach der Aufbereitung keine Sterilisation anschließt, wie beispielsweise bei der Aufbereitung von flexiblen Endoskopen. Hier kann es durch die Schlussspülung mit Wasser zu einem erneuten Erregereintrag in die bereits gereinigten und desinfizierten Kanäle des Endoskops kommen. Zur sicheren Desinfektionsmittelentfernung ohne Rekontaminationsgefahr empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) seit 2002 die Sterilfiltration von Wasser bei der Endoskopaufbereitung. Die Kommission für Krankenhaushygiene am Robert Koch-Institut schreibt hierzu in den aktuellen Empfehlungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten unter „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumenten”: „Zur Schlussspülung ist Wasser zu verwenden, das mikrobiologisch Trinkwasserqualität hat und frei von fakultativ pathogenen Mikroorganismen ist. Mikrobiologisch einwandfreies Schussspülwasser kann durch Einsatz von Sterilwasserfiltern in ausreichender Menge bereitgestellt werden.”